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LEICA M3 (1954-1967)
Die beste Kleinbildkamera der Welt.
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Übersetzung: Sebastian Schweers

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehlungen

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LEICA M3

1955 LEICA M3 (610g mit Film, ungefähr $1,000), hier mit LEICA SUMMILUX 50mm f/1.4. vergrössern. Sie können diese kostenlose Webseite am besten unterstützen, indem Sie einen dieser Links benutzen, besoders diesen Direktlink zur M3 auf eBay (siehe Wie man auf eBay gewinnt). Sie können es auch bei Adorama und OC Camera versuchen. Es hilft mir, mehr von diesen Schätzchen zu testen und Berichte zu schreiben, wenn Sie Ihre Kamera über einen dieser Links bestellen. Dankeschön! Ken.

Oktober 2011   Mehr LEICA Reviews     LEICA Objektiv - Reviews

Messsucher und SLR Kameras gegenübergestellt.

LEICA M3 Kaufleitfaden, inklusive der verschiedenen Versionen.

LEICA M3 Gebrauchsanleitung.

Die LEICAMETER.

Die LEICA M3 verglichen mit der LEICA M9.

 

LEICA M3 Beispielbildergallerien:

Yosemite, Oktober 2009

Route 66, Februar 2010

 

Gut

Die LEICA M3 ist Leicas meistverkaufte Kamera aller Zeiten. Der Grund dafür ist, dass die LEICA M3 die beste Kamera ist, die Leica jemals gebaut hat, und - in der Meinung vieler - die beste Kamera aller Zeiten ist.

Die LEICA M3 hat Leicas grössten und besten Sucher, und ermöglicht dadurch präzisere Fokussierung als jede andere LEICA. Die LEICA M3 ermöglicht höhere Fokuspräzision mit Objektiven wie dem 50mm f/0.95 NOCTILUX-M als alle anderen LEICAs, viel besser als die heutige LEICA M9.

Die LEICA M3 wirft niemals einen anderen Leuchtrahmen innerhalb jenen, den Sie gerade nutzen, ganz im Gegensatz zu den neueren, schwächeren LEICAs.

Die ultrafeine, leise, solide und präzise Mechanik der LEICA M3 ist sehr viel besser als die der LEICA M9. Die M9 ist laut und plump im Vergleich mit der seidig feinen LEICA M3.

Die LEICA M3 ist100% kompatibel mit jedem LEICA M Objektiv (1954-heute), und mit einem einfachen Adapter 100% kompatibel mit jedem Objektiv mit Schraubgewinde (1933-heute). Leica hat Objektive von 16mm bis 400mm für die M3 gefertigt. Die grössten Brennweiten benutzen ein Reflexgehäuse.

Vernünftig benutzt mit einem gekoppelten LEICAMETER MR oder LEICAMETER MR-4 ist die LEICA M3 eine wahre ergonomische Freude, mit idiotensicherer Halbautomatikbelichtung, die einfach nur hervorragende Bilder macht.

 

Schlecht

Die meisten LEICA M3, die seit den 1970ern unbenutzt herumgestanden haben, brauchen eine Grundüberholung, nach der sie aber so gut wie neu sind.

 

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Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehlungen

adorama

 
B&H Photo - Video - Pro Audio

Ritz Camera

I personally buy from Adorama, Amazon, Ritz, B&H, Calumet and J&R. I can't vouch for ads below.

 

Ich habe ungefähr zwei Jahre gebraucht, einen Testericht über die LEICA M3 zu schreiben, denn das Schreiben eines Berichts zur LEICA M3 ist in etwa so bedeutungsvoll wie der Versuch, eine Rezension über jedes andere unsterbliche Meisterwerk zu schreiben, zum Beispiel über Beethoven's Neunte Symphonie oder die Mona Lisa. Für diejenigen, die diese Meisterwerke bereits zu schätzen wissen, gibt es wirklich nichts, was ich noch hinzufügen könnte. Und denjenigen, die es nicht zu schätzen wissen, kann ein schnöder Testbericht niemals all die in diesen Meisterwerken steckende Brillianz und Genialität vermitteln.

Wenn Sie kein Beethoven-Fan sind, stellen sie sich das grösste Werk Ihres Lieblingskünstlers vor. Unglaublich, oder? Und wie wollen Sie es anstellen, jemand anderem diese Grossartigkeit zu vermitteln, wenn Sie nur darüber schreiben können? Geht nicht. Man muss es einfach selbst erfahren.

Bewertungen der Eigenschaften und technischen Daten können niemals wirklich die Brillianz eines Meisterwerks ausdrücken. Ein Meisterwerk ist viel grösser als die Summe seiner Einzelteile, und genau das macht ein Meisterwerk aus.

Zählt irgendwer nach, wieviele Noten Mozart benutzt hat? Natürlich nicht. Genau wie bei grossartiger Fotografie liegt Mozarts Brillianz darin, mit wie wenig Noten er seine Geschichte viel klarer ausdrücken konnte. Was ein Meisterwerk ausmacht, ist etwas ungreifbares, unbeschreibbares. Ein Meisterwerk muss als ein Ganzes wahrgenommen werden. Wir können uns verschiedene Dinge ansehen, aus denen das Meisterwerk besteht, aber das Meisterwerk selbst überschreitet diese Anmerkungen bei Weitem.

Als Leica die LEICA M3 als eine "lebenslange Investition in perfekte Fotografie" anpries, hatten sie gar keine Ahnung, was für eine Untertreibung das ist. Die meisten LEICA M3s wurden an Menschen verkauft, die heute gar nicht mehr unter den Lebenden weilen, genau wie andere Meisterwerke hat die zeitlose LEICA M3 ihre sterblichen Besitzer überlebt. Die M3 taugt für weit mehr als eine Generation perfekter Fotos, sie reicht für unzählbare Generationen. Auch heute noch wartet LEICA Ihre M3, und jede Menge andere Dienstleister haben keine Probleme, an Ersatzteile zu kommen. Wie für alle Klassiker unschätzbaren Wertes werden heute immernoch neue Ersatzteile hergestellt.

Genau deswegen ist die LEICA M3 mit fast einer viertelmillion verkauften Exemplaren bis heute Leica's meistverkaufte Kamera, obwohl sie damals fürchterlich kostspielig war. Jede andere LEICA seitdem ist einen Schritt darunter, und der Markt hat sich dementsprechend verhalten.

Kameras sind im Endeffekt nur lichtdichte Kistchen mit einem Objektiv vor einem Stück Film (der einfache Teil) und irgendeiner Art von Sucher und Belichtungs- und Fokussiersystem (der schwierige Teil). Die LEICA M3 ist jeder anderen Kamera - auch jeder anderen LEICA - überlegen, und zwar genau wegen des überlegen Messsuchers der M3.

Die LEICA M3 ist die Kamera, an der sich jede andere Kamera zu messen versucht, und das seit sieben Jahrzehnten: Den 1950ern, den 1960ern, den 1970ern, den 1980ern, den 1990ern, den 2000ern und heute in den 2010ern.

Als Steve Jobs am 7. Juni 2010 das iPhone 4 vorstellte, beschrieb er sein iPhone 4 mit den Worten "Dies ist eines der schönsten Designs, das sie jemals gesehen haben. Dies ist ohne Zweifel das präziseste und gutaussehendste Produkt, das wir jemals gebaut haben. Glas und Stahl, der naheste Verwandte einer alten Leica Kamera." Beachten Sie die Referenz zur alten Leica Kamera, Leicas heutige Designs reichen nicht an die M3 heran.

Die LEICA M3 ist wiedergeborene Herrlichkeit. Die LEICA M3 ist fehlerlose Perfektion.

Um einmal die Gebrauchsanleitung der M3 zu zitieren: "In Ihren Händen halten Sie eine LEICA - wir hoffen, dass Sie so viel Freude an Ihr haben wie die vielen LEICA Besitzer auf der ganzen Welt. Mit der LEICA M3 haben Sie das Äusserste an fotografischer Leistung, Geschwindigkeit und Komfort, das wir als Spezialisten von hochwertigen optischen Instrumenten bieten können. Solch eine Kamera kommt nicht über Nacht zustande. Sie verbindet eine lange Tradition im Design wissenschaftlicher Instrumente mit den neuesten Errungenschaften auf dem Gebiet der Optik. Gereift durch abertausende von Prüfungen und Erprobungen durch die Elite internationaler Fotografen. Sie selbst werden die Bandbreite und Präzision Ihrer LEICA erkennen, und in wievielen Jahren sie immernoch genauso exakt und verlässlich sein wird wie heute."
Das schrieb Leica einem, nachdem man die Kamera gehauft hatte!

Soetwas liegt einer Wegwerfkamera der heutigen Zeit nicht mehr bei, das erste, was man nach dem Inhaltsverzeichnis in der Anleitung der LEICA M9 zu lesen bekommt, sind die Anweisungen für ihre Entsorgung im Haushaltsmüll!

Bin ich würdig, die LEICA M3 zu besprechen? Wohl kaum, so wie kein anderer Sterbliche. Die LEICA M3 war die fortschrittlichste Kamera, als ich geboren wurde, heute ist sie die weltbeste Kleinbildkamera, und das wird auch so bleiben, bis lang nachdem ich selbst diese Erde verlassen habe.

LEICA M3

Front, 1955 LEICA M3 und LEICA SUMMILUX 50mm f/1.4. vergrössern.

 

Einführung         nach oben

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehungen

Nomenklatur    Preise und Artikelnummern

LEICA M3

Draufsicht, 1955 LEICA M3 und LEICA SUMMILUX 50mm f/1.4. vergrössern.

Die LEICA M3 ist ein brilliantes, simples juwel mechanischer und optischer Perfektion. Die LEICA M3 ist eine vollmechanische Sucherkamera mit Wechselobjektiven und automatischer Leuchtrahmenselektion (Die heutigen, dreckigen Voigtländer- Kameras oder die Nikon SP können immernoch nicht automatisch den Leuchtrahmen auswählen). Der Schnellschalthebel spannt den Schlitzverschluss und transportiert den Film ein Bild weiter, und jeder der verschiedenen Modelle des LEICAMETERS passt in den Zubehörschuh und kuppeln ins Zeiteinstellrad, für sofortige halbautomatische Belichtungseinstellung.

Die LEICA M3 ist auch heute noch die beste Kleinbildkamera, weil sie alles, was eine Kleinbildkamera können muss, besser als jede andere Kleinbildkamera kann.

Bis in die 90er wurden Kleinbildkameras für Presse-, Sport- und Actionfotografie eingesetzt, also rockten SLRs, wie die Nikon F5, den Markt.

Heute hat Digital das Kleinbildformat für Actionfotografie ersetzt, und somit ist das Kleinbildformat das Medium für sorgfältige Natur- und Landschaftsfotografie, und der Kreation zeitloser Kunstwerke. Daher sind Bildqualität, Ergonomie und Tragbarkeit wichtiger als X-Bilder-pro-Sekunde, daher steht die LEICA M3 wieder an der Spitze, als die beste Kleinbildkamera der Welt.

Ich würde die manuell fokussierende LEICA M3 nicht für schnelle Actionfotografie benutzen, die M3 ist meine Wahl für sorgfältige Fotografie stillstehender Objekte.

Es gibt viele Gründe, weswegen die LEICA M3 besonders heute die weltbeste Kleinbildkamera ist, ganz besonders aber, weil sie uns aus dem Weg geht, damit wir bessere Fotos machen können. Die Schlichtheit und die Zweckbestimmung der LEICA M3 erlaubt es uns, die volle Aufmerksamkeit aufs Bildermachen zu richten, ohne von der Kamera und deren Funktionen abgelenkt zu werden.

Mit der LEICA M3 können wir uns voll darauf konzentrieren, ein grossartiges Bild zu machen. Wir sind niemals von Menüs, Einstellungen oder sinnlosen Funktionen abgelenkt, die als Verkaufspunkt schwächeren Kameras hinzugefügt sind, selten aber wirklich helfen, bessere Bilder zu machen.

Technisch gesehen macht die LEICA M3 auch die schärfsten Bilder der Welt. Die Objektive für Nikons und Canons Sucher- wie Spiegelreflexkameras reichen nicht an echte LEICA - Objektive heran, und unter den LEICAs bietet die M3 die höchste Fokuspräzision - besser als jede andere LEICA, überhaupt.

Selbst wenn die LEICA M3 nicht die weltbeste Kamera fürs eigentliche photographieren wäre, wäre sie immernoch die weltweit bestgefertigte Kamera als Instrument selbst. In der untertriebenen Werbung von 1954 beschrieb Leica die LEICA M3 als "unvergleichlich", ein "Gefühl wie 848 Juwele in einem" und als "erstaunlich". Heutzutage benutzt kein Kamerahersteller mehr solche Worte, denn niemand, nichtmal Leica, macht heute noch Kameras wie diese.

Die LEICA M3 hat weltweit das grösste, hellste, schärfste, sauberste, klarste und akkurateste Messsuchersystem. (siehe auch Leica Suchervergrösserungen.) Der Sucher der Nikon SP ist ganz nett, aber eingefärbt, und das Messsucherfenster ist nicht sehr brilliant, weswegen die Nikon SP auf dem Markt floppte.

Die LEICA M3 hat einen brillianten 0.91x - Sucher, und dessen reflexfreies Messfenster ist grösser, klarer und akkurater als in jeder anderen Kamera. Die neuen Leicas sind alle unterlegen.

Die LEICA M3 ist viel leichter und kleiner, als man denkt. Eine Nikon D700 wiegt doppelt so viel.

Im Roman Goldfinger von 1959 benutzt James Bond die LEICA M3 mit einem LEICAMETER MC, geschickt verstaut in seiner Aktentasche, als weitere Spielerei der Ultrareichen.

Während sich damals in den 1950ern nur diejenigen mit eigenem Helikopter und Platinmine eine LEICA M3 leisten konnten, kommt man heute eine LEICA M3 für weniger als für eine Nikon D90. Verzeihen Sie meine Schadenfreude, aber eine klassische Leica - Ausrüstung kostet um einiges weniger als dieser neue wer-weiss-wer's-gebaut-hat Plastikplunder von Nikon und Canon.

Ich habe soviel Freude an der LEICA M3, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Es gibt keinen Mist, nur die Einstellungen, die man braucht und sonst nichts. Die LEICA M3 ist so gut gebaut, dass es ein Genuss ist, sie bloss anzufassen, ganz zu Schweigen davon, ihre herrlichen Bedienelemente einzustellen und sie abzufeuern. Wenn ich davon träume, welche Kamera mit auf Phototour zu nehmen, träume ich normalerweise von der LEICA M3.

Das Einlegen des Films in die steinharte, schweizerbanktresorpräzise LEICA M3 vollkommen überwältigt den niedlichen kleinen Filmkanister und Plastikfilm. Wenn man eine M3 lädt, weiss man einfach, dass die Ergebnisse hervorragend werden.

Das Einstellen der Belichtungs und das Fokussieren mit den halbautomatischen Systemen der M3 und des LEICAMETER MRs ist trivial einfach, viel schneller und einfacher als mit den Messfeldern, Belichtungskompensationen und verdummenden Hanswürsten von Autofokussystemen heutiger langsam blinkender Kameras herumzufummeln.

Die leiste, simple Präzision der Aufnahme einer LEICA kann ich einfach nicht beschreiben. Selbst wenn ich dieselben Resultate mit Digitalkameras bekommen könnte, wäre es diese erhabene Freude der Aufnahme selbst schon wert, aber Film bringt mir viel bessere Resultate, technisch wie artistisch.

Die mechanische M3 ist völlig still, wenn man den Verschluss spannt und die Aufnahme macht. Es dauert nur eine Sekunde, die Belichtung einzustellen, zu fokussieren, zu zielen, abzudrücken und wieder für das nächste Foto aufzuziehen. Im Gegensatz zu Digital ist jedes Foto perfekt belichtet und scharf, niemals muss ich ein zweites Foto machen, wenn ich auf dem Monitor gesehen habe, wie übel das erste war. Deswegen hat die M3 keinen Monitor, wenn jedes Foto perfekt ist, wofür braucht man dann einen?

Kein Wunder, dass Leica 1957 damit warb, dass "99 von 100 Farbfotos" in der National Geographic mit LEICAs aufgenommen wurden.

Photografieren mit der LEICA M3 beweist, was ich seit Jahzehnten sage: Das meiste, was uns in den letzten 50 Jahren angedreht wurde ist bloss Marketingmüll. Diese ältere Hochqualitätsausrüstung macht bessere Fotos, und das einfacher und schneller, und das kostengünstiger als dieser heutige Plastikschrott.
Diese echten Kameras fühlen sich soviel besser an als dieser Plastikkram, den heute alle mit Kameras verwechseln.

 

LEICA M3

Rückansicht, 1963 LEICA M3. verössern.

 

Nomenklatur     anfang    nach oben

"Leica" ist der Name der Firma, die Produkte mit dem Markennamen LEICA herstellt. Somit ist Leica der Hersteller der LEICA M3.

Alle vorherigen (Schraubgewinde-) LEICAs hatten ein Fenster zum fokussieren und ein zweites zur Komposition.

Das Modell vor der LEICA M3 war die LEICA IIIf ("drei-f," 1950-1957).

Die LEICA M3 heisst "M" 3, weil ihr Messfenster zum fokussieren im Hauptsucherfenster integriert ist. "M" heisst also "Messsucher", die Haupteigenschaft der M3.

Obwohl M für Messsucher steht, wissen wir heute, dass Leica eigentlich nur zu bescheiden war, um das Wort "Meisterstück" - wie wir die LEICA M3 heute bezeichnen - zu benutzen.

 

Preise und Artikelnummern     Einführung    nach oben

Zur Zeit ihrer Einführung kostete die M3 ungefähr 50% mehr als die ohnehin schon sehr teure und sehr beliebte LEICA IIIf mit Schraubgewinde. Leica hat bei der Entwicklung der M3 wirklich keine Kosten und Mühen gescheut!

Die meisten Kameras wurden mit einem 50mm-Objektiv verkauft, einfache Gehäuse waren eher ungewöhnlich.

 

Katalogpreise 1954

 
Code
Katalogpreis*
(in 1954 Dollars)
M3 und ELMAR 50/3.5
IMARO
$2,825
$348
M3 und SUMMICRON 50/2
ISUMO
$3,630
$447
M3 und SUMMARIT 50/1.5
ISAIO
$3,800
$468
Ever-ready Kameratasche
IDCOO
$125
$15
       
SUMMARON 35/3.5
SOONC-M
$800
$99
35mm Sucher
SBLOO
$170
$21
SUMMARIT 50/1.5
SOOIA-M
$1,460
$180
ELMAR 90/4
ELANG-M
$750
$93
ELMAR 90/4 (Zusammenschiebbar)
ILNOO
$1,215
$150
HEKTOR 135/4.5
HEFAR-M
$1,150
$141
       
VISOFLEX Fokusgehäuse mit Bajonett für LEICA M3 und Schraubgewinde für längere Brennweiten, inklusive einer 5x Fokuslupe und Doppelauslöser
OZYXO-M
$850
$105
HEKTOR 125/2.5
HIKOO
$1,200
$147
HEKTOR 135/4.5 mit kurzem Bajonett
OHEBO-M
$1,150
$141
TELYT 200/4.5
OTPLO
$1,270
$156
TELYT 400/5
TLCOO
$3,650
$450

* Inflationskorrigiert, 2010.

 

2010 Gebrauchtpreise         top

Sammer bezahlen gerne zwei- oder dreitausend Dollar für ein gutes, unbenutztes M3-Gehäuse in ihrem Karton, mit Papieren.

Sie sollten ungefähr $1,500 für ein gutes, nutzbares M3-Gehäuse einplanen, wenn Sie bei einem Händler kaufen.

Wenn Sie diesen Direktlink zur M3 auf eBay benutzen, bekommen sie eine M3 inklusive 50mm-Objektiv ab ungefähr $1,100, wenn Sie wissen, wie man auf eBay gewinnt. Hey, wenn sie gewitzt sind, ich habe meine 1963er M3 in bestem Zustand, sogar mit L-Siegel und LEICAMETER MR und 50mm f/2 SUMMICRON und Tasche für ungefähr $900 geliefert bekommen. Man braucht nur die Geduld, um auf einen guten Deal zu warten. Planen Sie auch ein paar hundert Doller für eine komplette Grundüberholung ein, und die Kamera ist so gut wie neu.

 

Gehäusedeckel         top

Jeder LEICA M Gehäusedeckel funktioniert super.

Der beste Deckel ist der 14 056 Metallpressteildeckel, der damals in den rotweissen Kartons verkauft wurde.

 

Daten         nach oben

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehungen

 

Siehe auch meinen LEICA M3 Kaufleitfaden, in dem ich auf die verschiedenen Versionen der M3 eingehe.

 

Objektivkompatibilität

1960 LEICA Lenses

Objektivangebot für die LEICA M3, 1960. vergrössern.

 

1960 LEICA Lenses

Objektivangebot für die LEICA M3, 1965.vergrössern.

 

Die LEICA M3 funktioniert hervorragend mit allen LEICA-M-Objektiven, von 1954 bis heute. Am nachdrücklichsten heisst das, dass moderne Wunder wie das 50mm f/0.95 NOCTILUX-M, sämtliche 135mm-Objektive bei voller Blendenöffnung, und das LEICA SUMMILUX-M 21mm f/1.4 ASPH hervorragend funktionieren, genau wie jedes andere klassische LEICA-M-Objektiv.

Sämtliche LEICA-Objektive mit M39-Schraubgewinde, von 1933 bis heute, funktionieren genauso einwandfrei, die Leuchtrahmen setzen sich vollautomatisch, und Fokussierung funktioniert auch perfekt.

Jedes LEICA-Objektiv funktioniert einwandfrei an der LEICA M3, anders als an Leicas neueren, schwächeren Kameras wie der M9, deren Designmängel daran Schuld sind, dass einige der besten Leica-Objektive wie das 50mm SUMMICRON mit Naheinstellung nicht vernünftig funktionieren.

Natürlich braucht man einen separaten Sucheraufsatz für Objektive mit Brennweiten kürzer als 35mm.

 

Sucher         nach oben

Siehe auch LEICA Suchervergrösserungen.

 

Vergrösserung

0.91x. Die Nikon D3X hat nur einen 0.7x Sucher!

0.64x mit 35mm-Objektiven.

1.36x mit 135mm f/2.8 Objektiv.

 

passende Objektive

35mm, 50mm, 90mm und 135mm.

35mm Objektive, designed für die M3 optimieren die Suchervergrösserung der M3.

Für kürzere Brennweiten, oder für 35mm-Objektive, die nicht für die M3 gebaut wurden, benutzt man einen externen Sucher, wie man es auch bei jeder anderen LEICA macht.

Parallaxenausgleich

Automatisch.

 

 

Messsucher         nach oben

Basislänge

69.25mm

 

effektive Basislänge

63mm. (69.25mm x 0.91 Suchervergrösserung).

 

Fokusmessbereich

Angegeben als 1 Meter bis unendlich.

Funktioniert in der Praxis noch ein wenig näher.

Allerdings auch bis 478 Millimeter mit dem 50mm SUMMICRON im Nahfokussierbereich.

 

Einlegen des Films, Transport und Rückspulung
nach oben

Einlegen

Klappbare Rückwand und herausnehmbare Spule.

 

Filmtyperinnerung

Auf dem Kamerarücken.

 

Filmtransport

Doppelzug oder Einzelzug per Daumenhebel.

Mit feinem Sperrzahngetriebe, so dass man mit vielen kleineren Zügen spulen kann.

 

Bildzähler

Automatische Rückstellung, wenn die Filmspule entnommen wird. Anzeige bis 40 Aufnahmen, aber die Markierungen gehen bis 44.

 

Rückspulung

Den Rückspulhebel auf "R" schieben, Knopf anziehen, und drehen. Der Rückspulknopf dreht sich beim Filmtransport nicht komplett mit, nur die innere Achse zeigt den Transport an.

 

Belichtungsmessung         nach oben

Funktioniert mit jedem der gekoppelten LEICAMETER M, LEICAMETER MC, LEICAMETER MR oder LEICAMETER MR-4 für idiotensichere, halbaufomatische Belichtungseinstellung.

Der LEICAMETER berechnet automatisch Belichtungszeiten bis maximal zwei Minuten. Kann Ihre Digitalkamera das auch?

Siehe auch The LEICAMETER.

 

Verschluss         nach oben

Horizontaler Tuch-Schlitzverschluss.

1-1/1,000 und Bulb.

Infinitesimal variable Verschlusszeiten, siehe die Betriebsanleitung für Details.

 

Blitzsynchronisierung         nach oben

Vergoldete interne Kontakte.

Proprietäre Anschlüsse auf der Rückseite, man braucht einen Adapter, um sie mit normalen PC-Kabeln zu benutzen.

Blitzlichtbirnen: Vollautomatische Synchronisation bis 1/1,000.

Elektronischer Blitz: nur bis 1/50.

 

Selbstauslöser         nach oben

Ja, Einstellbar auf alle Zeiten von 5 bis 10 Sekunden.

 

Fernauslöser         nach oben

Ja, der Auslöser hat eine Gewindebohrung für einen gewöhnlichen Drahtauslöser.

 

Gewicht         nach oben

1955er Kamera

611.3g mit 36er Film.

687.5g mit Film, LEICAMETER MR-4 und Wein EPX-625 Knopfbatterie.

591.5g ohne Film, aber mit einem Blitzkabeladapter.

669.8g ohne Film, aber mit LEICAMETER MR-4 und einem Blitzkabeladapter.

915.9g ohne Film, aber mit Objektiv 50mm/f2 (Zusammenschiebbar), Metallobjektivdeckel, LEICAMETER MR-4 und Blitzkabeladapter.

 

1963er Kamera (inklusiver zweier Plastik- Blitzschonkappen)

604.2g mit 36er Film.

680.4g mit Film, LEICAMETER MR-4 und Wein EPX-625 Knopfbatterie.

658.3g ohne Film, aber mit LEICAMETER MR-4 und Wein EPX-625 Knopfbatterie.

582.1g leer.

(LEICAMETER MR-4 trocken: 76.3g.)

 

Einführungsdatum         nach oben

April 1954.

 

Qualität         nach oben

Handgefertigt in der Heiligen Stadt zu Wetzlar.

Ein paar wenige Exemplare (ungefähr 7000 Stück, oder 3%) wurde die zweifelhafte Ehre zuteil, drüben in Kanada gebaut worden zu sein. Die ignorieren wir mal, ne?

 

Leistung         nach oben

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehungen

 

Sucher

Der Sucher der M3 ist allem anderen überlegen, ich habe das vorher schon geschrieben, also zeigen wirs jetzt mal.

Hier sind zwei sonst identische Schnappschüsse durch die Sucher der M3 und der M9, jeweils der blaume Himmel, mit demselben 50mm- Objektiv. Wir blicken zwar nicht durch das Objektiv, aber man kann es im Leuchtrahmen sehen:

LEICA M3 Finder image

LEICA M9 Finder image

Der Leuchtrahmen der M9 ist dünner, schwächer und weniger ausgeprägt. Noch schlimmer: Da ist ein 75mm-Leuchtrahmen in dem 50mm- Rahmen, den wir eigentlich wollen! Der Rahmen der M9 hat keine wirkliche Unterseite, und sieht auch nicht besser aus, wenn man in echt sein Auge dranlegt.

Vor dem blanken Himmel ist der Leuchtrahmen der M9 sichtbar. Das sieht aber schon ganz anders aus, wenn man mal ein Motiv in den Sucher nimmt. Hier sind zwei Schnappschüsse meines Monitors mit demselben 50mm-Objektiv:

LEICA M3 Finder image

LEICA M9 Finder image

Der Sucher der M3 ist simpel und geradlinig, bei der M9 hingegen verschwinden die Linien des Leuchtrahmens in einem Haufen Matsch. Hier mit einem Objekt im Sucher wird auch deutlich, wie klein der kümmerliche Sucher der M9 im Vergleich wirkt.

Durch den Sucher der M3 zu blicken, ist als wenn man in den Sitz eines echten Sportwagen oder in den Pilotensitz eines Raumschiffs steigt: direkt und auf den Punkt: man hat die Kontrolle und es kann losgehen!, im Gegensatz dazu sitzt man beim Sucher der M9 ganz hinten im Bus: Man hat nicht wirklich Einfluss darauf, was passiert. Der Sucher der M3 konzentriert alles voll aufs Motiv, sonst nichts.

Jeder Sucher jeder anderen LEICA ist kleiner als der der M3. Hat man einmal den Sucher der M3 benutzt, sieht jeder andere irgendwie kaputt aus.

Nach der M3 wurde Leica knauserig und hat die Sucher aus kostengründen viel weniger komplex aufgebaut, was aber heisst, dass die Suchervergrösserung der M3 nicht erreicht werden konnte. Das wiederum reduziert Fokuspräzision, so sehr dass der popelige Sucher der LEICA M9 mit einer Warnung versehen ist, dass man 135mm-Objektive nicht bei grösster Blende benutzen soll, weil es dem Sucher an Genauigkeit fehlt!

Die M3 hat einen echten, vollen, rechteckigen Leuchtrahmen, und besser noch als für 35mm und 50mm sind die Rahmen für 90mm und 135mm echte, vollständige Rechtecke. Andere LEICAs begnügen sich mit einzelnen Segmenten oder gar nur Eckpunkten, aber die M3 projiziert dicke, helle und komplette Rechtecke.

Die M3 verschmutzt Ihr Sucherbild niemals mit irrelevanten Rahmen innerhalb dessen, den sie benutzen. Zum Verleich: Es ist wirklich schwierig, ein Objektiv zu finden, dessen Sucherbild nicht mit anderen, irrelevanten Rahmenlinien verschmutzt ist.

Der M3- Sucher ist um einiges präziser als die neueren, billigeren Sucher. Meine M3 zeigt mir genau, was ich später innerhalb des Diarahmens sehe, während die Fotos einer LEICA M9 viel, viel mehr Zeigen als im Sucher angezeigt wird.

Mit der M3 sehe ich das Endresultat. Mit der M9 bekomme ich losere, schwächere Kompositionen als beabsichtigt. Hier geht's nicht um Designunterschiede im Nahfokusbereich, hier geht's um das, was meine Bilder während normaler Benutzung anzeigen. Probieren Sie's selbst.

Der Sucher der M3 hat das sauberste und kontrastreichste Schnittbild, das ich je benutzt habe. Fokussieren ist so einfach, klar und schnell, dass es schon fast erschreckend ist!

Von der Farbbalance her ist der M3- Sucher ein wenig auf der bläulich-kalten Seite, aber das habe ich auch erst bemerkt, als ich diesen Vergleichstest gemacht und ausgedruckt habe.

Ja, neuere Sucher haben ein Antireflexcoating, als Marketingcoup, um Vorzugeben, dass sie vielleicht kontrastreicher als eine M3 sind, aber schauen Sie mal durch einen sauberen M3-Sucher, und Sie werden sehen, dass es keinen Vergleich gibt. Es gibt keinen Ersatz für die überlegene Suchervergrösserung der LEICA M3. Auch hat die M3 echtes, geschliffenes Glasim Leuchtrahmenfenster, während sich die neueren Leicakameras mit Plastik begnügen.

Weil er aus einfachem Glas ist, bleibt der Sucher der LEICA M3 sauberer und klarer bei täglicher Nutzung und z.B. Fingerabdrücken, im Vergleich mit den schnell versifften Suchern in Leica's neuesten Kameras. Der Unterschied ist, dass Fingerabdrücke auf den neueren vergüteten Frontfenstern offensichtlich und ablenkend sind, ganz im Gegensatz zu den unvergüteten Fenstern der LEICA M3.

Ganz gleich wie schwierig das Motiv oder die Beleuchtung sein mag, das Messucherfenster der M3 bleibt absolut bördelfrei, immer kontrastreich, das fokussieren is immer gleich einfach und simpel. Sämtliche neueren Sucher sind unterlegen, bördeln, wenn auf eine Lichtquelle gerichtet, und daher nahezu unmöglich, vernünftig zu fokussieren.

Um das selbst einmal zu probieren, schauen sie durch den Sucher und halten sie das Hauptsucherfenster und das Messucherfenster (kleiner, ganz rechts) bedeckt. So bleibt nur das Leuchtrahmenfenster unbedeckt.

Jetzt richten Sie die Kamera mal ins Licht und lassen Sie ihr Auge im Sucherbild herumwandern. Sie sollten nichts als einen in totaler Schwärze hängenden Leuchtrahmen sehen.

Genau das passiert auch mit der M3.

Mit jeder anderen Kamera, ist der Messucher mit allen möglichen Arten und Stärken von Bördelung erleuchtet, wenn Sie Ihr Auge bewegen.

Die frühen LEICA M7s waren da ganz übel, die heutigen M7, MP und M9 sind da deutlich besser, aber nichtmal annähernd so gut bei schwierigen Bedingungen wie die LEICA M3.

 

Ergonomie     Leistung     nach oben

Es gibt einfach keinen Vergleich zur LEICA M3. Der Sucher ist immer gross, klar, sauber und hell. Keine andere Kamera sieht so gut aus und fühlt sich so gut an!

Alles ist so sanft, glatt und präzise - viel besser als die LEICAs von heute - dass die LEICA M3 eine Freude ist, in den Händen zu halten und zu benutzen, sogar ohne Film. Der Spannhebel aus Vollmessing funktioniert hervorragend, solider und schneller als die Plastikdinger an schwächeren LEICAs.

Der Auslöser der M3 ist eher eine einzige glorreiche, weiche, durchdrückende Bewegung, um den Augenblick für die Ewigkeit festzuhalten.
Der Auslöseknopf ist absolut spielfrei! So ist das: Sterbliche Kameras wie die LEICA M9 haben Auslöser, die beim Eindrücken nach rechts und links rumwackeln, der Knopf der LEICA M3 geht einfach nur geradewegs herunter bis zum Anschlag, spielfrei und kompromisslos, genau wie die Vision und Entschlossenheit des LEICAMANNES. Die Auslöseknöpfe neuerer Kameras, wie die der LEICA M7, M8 und M9 haben zusätzliche, unangenehme, ablenkende Kniesel auf ihrem Weg nach unten, aber die der M3 (genau wie alle LEICAs bis einschliesslich der M6 TTL) erfreuen mit einem einfachen, simplen, weichen Druck.

Die fehlenden Kniesel im Auslöseweg führen zu weniger Verwacklung und damit schärferen Bildern.

90% einer Kamera ist ihr Sucher, und die LEICA M3 hat den besten Messsucher, der jemans kreiert wurde.

Der Leuchtrahmen der LEICA M3 sind niemals vollgemüllt, will heissen, dass man niemals einen anderen Rahmen innerthalb dessen findet, den man zur Komposition nutzt. Neuere LEICAs können sowas nicht.

Es ist Erstaunlich, wie schnell und klar perfekter Fokus einrastet, und wie brilliant und klar der Rahmen ist, in dem man Komponiert. Es gibt keine Ablenkungen, Ihre Aufmerksamkeit ist auf nichts anderes als auf Ihr Motiv und Ihre Komposition gerichtet.

Wegen der starken Vergrösserung ist der Fokus präziser als mit anderen LEICAs, was wiederum zu schärferen Bildern führt.

Die M3 und ihr LEICAMETER benötigen gerade genug Reflexion für jedes Bild. Bei der M3 verzögern Belichtung und Fokus niemals die Aufnahme, und der einfache Sucher erlaubt einem, sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, das stärkste Bild zu machen. Als ich im Oktober 2010 in Bodie fotografierte, flatterten für jedes meiner sorgfältig gemachten Bilden mindestens zehn andere Leute um mich herum und machten wild Fotos auf ihren Plastikdigis, ohne FARTing, und machten Karrenladungen voller Schnappschüsse, die eine Stunde später schon wieder gelöscht waren.

Die M3 funktioniert am Besten, wenn sie mit einem echten LEICAMETER benutzt wird, besonders dem LEICAMETER MR oder dem LEICAMETER MR-4.

Mit gekoppeltem LEICAMETER MR oder LEICAMETER MR-4 drückt man einen Knopf, stellt die angezeigte Blende ein, und macht das Bild.

Das Zeitenrad der M3 ist nicht dafür ausgelegt, direkt bewegt zu werden, dafür ist es zu klein. Der LEICAMETER hat ein viel grösseres Rad, dass sich direkt in das Zeitenrad der Kamera einkuppelt. Das Rad des LEICAMETERs ist gross und gut gerändelt, somit kann man die Belichtungszeit ganz einfach mit dem Auslösefinger von der Kameravorderseite aus einstellen.

Anders als bei Kameras, die rotierende Kurbeln zum Rückspulen benutzen, bleibt der Rückspulknopf der LEICA M3 niemals in der Hand hängen, wenn man Hochformatbilder macht, da der äussere Ring von der Spule entkoppelt ist, bis man den Knopf zum Zurückspulen anhebt. Eine kleine Mittensektion sitzt auf der Welle und rotiert beim Weiterspulen, um korrekten Filmtransport anzuzeigen. Mit diesem Rückspulknopf dauert das Spulen ein wenig länger, aber LEICA-Fotografen sind nie in Eile. Für diejenigen, die es dennoch sind, bietet Leica eine optionale LEICA Rückspulkurbel an.

Die Zeitenräder der ersten M3s sind aus glänzendem, verchromten Messing, die in direktem Sonnenlicht viel schwieriger abzulesen sind als die der späteren M3s. Das macht aber nicht weiter tragisch, da man ja sowieso die LEICAMETER benutzen sollte, um das Zeitenrad zu bewegen, welches ebendieses Rad verdeckt.

 

Auslöser    performance     top

Der Auslöser der LEICA M3 ist - verglichen mit den Klappspiegeln einer SLR - so geschmeidig, dass problemlos Belichtungszeiten von einer halben Sekunde erzielt werden können, freihand. Auf VR, IS und Stative gepfiffen.

Der Verschluss der M3 ist so ziemlich derselbe wie bei jeder anderen Leica seit den 20ern: zielsicher, leise und geschmeidig.

Langsame Geschwindigkeiten (z.B. 1 Sekunde) haben ein leichtes Nachsurren, was bedeuten soll, das die Kamerawerk ein wenig Nachlaufen muss, nachdem die Belichtung vollendet wurde. Sie können gern schon den Film weiterspulen, bevor das Surren verstummt ist.

1/50s klingt ein wenig metallischer als schnellere Verschlusszeiten.

Diese schnelleren Verschlusszeiten klingt quasi wie ein stiller, leichter Klick, und langsamere Zeiten haben einen kurzen Intervall zwischen zwei sogar noch leichteren Klicks.

Ganz anders als bei Spiegelreflexkameras passiert bei der Belichtung nichts weiter als der Versatz von zwei Stücken weichen Tuchs ungefähr fünf Zentimeter nach Links.

 

Fokusgenauigkeit    Leistung     nach oben

Wohingegen Fokuspräzision ein Faktor des Kameradesigns ist und die LEICA M3 viel präziser ist als alle anderen LEICAs, ist die Fokusgenauigkeit völlig von der Kalibrierung Ihres Kameragehäuses abhängig, sowie der Kalibrierung des jeweiligen Objektivs und dem Zusammenspiel dieser beiden Einzelelemente.

Damals war diese Probematik quasi unsichtbar, aber mit dem heute so beliebten Scannen von Film in Hochauflösung sieht man viel eher die kleinsten Fokusfehler. Das kommt davon, dass man bei der Betrachtung eines 3600dpi Scans bei 100% bei 36-facher Vergröserung des Films arbeitet (entsprechend einer Vergrösserung auf 85 x 130cm), nur ein paar Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt. Selbst in den 80ern hat noch niemand regelmässig so genau auf seine oder ihre Bilder geschaut, aber heute ist selbst die kleinste Ungenauigkeit sofort offensichtlich.

Daher werden Ihre Resultate völlig von Ihrem Gehäuse und Objektiven abhängen. Ja, LEICA- Objektive und Gehäuse variieren von Muster zu Muster, und sie werden Ihre Objektive von Hand auslesen müssen, die am besten zu genau Ihrer M3 passen. Alles bis 50mm sollte eigentlich kein Problem sein, aber schätzungsweise die Hälfte aller 90mm- Objektive (und länger) werden 100%ig passen.

Das ist die Norm für alle Messucherkameras.

 

Bildzählwerk     Leistung     nach oben

Stellt sich automatisch auf Null zurück, sobald die die Filmaufnahmespule herausnehmen.

Zählt bis zur 40. Aufnahme, aber Markierungen gehen bis Nummer 44.

 

Filmsparsamkeit     Leistung     nach oben

Ich komme auf 39 Perfekte Bilder auf einer 36er Fuji Rolle.

Kodak ist nicht so grosszügig, hier gibts nur 38 Bilder auf einer 36er Rolle.

 

Filmplanheit     Leistung     nach oben

Der Film beibt in einer M3 völlig Plan, viel besser als in der Nikon F6 oder LEICA M7. Ich habe keine Ahnung, warum die M3 in dieser Hinsicht besser als die M7 ist, aber die paar male, wo ich darauf geachtet habe, war es so.

Oft ist das zweite Bild in der F6 verschwommen, weil der Knick im Streifen, wo der Film sich im Kanister um die Spule wickelt, zum Aufahmefenster gezogen wird und dann dort nich plan genug gehalten wird, um alles bei grossen Blendenöffnungen in perfektem Fokus zu halten.

Ich habe genau dasselbe mit der LEICA M3 versucht, und der Film wird so plan gehalten, dass selbst bei f/2 alles knackscharf bleibt.

 

Rückspulzeit     Leistung     nach oben

Ungefähr 25 bis 30 Sekunden. Echte LEICA- Profis halten einfach den Rückspulknopf fest und benutzen Ihn als Achse, währen sie die ganze Kamera über ihrem Kopf drehen. Ich mache sowas nicht.

 

Wartungseignung     Leistung     nach oben

Ersatzteile sind problemlos erhältlich.

Von absichtlicher Zerstörung oder plumpen Reparaturversuchen mal abgesehen, kann eine M3 unendlich viele Male wieder Aufgebaut werden.

 

im Vergleich         nach oben

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehungen

In den 50ern haben uns die Hersteller aus dem Orient nicht überrascht, und Nikon brachte eine Kamera (die Nikon SP) auf den Markt, mit überlegenen Spezifikationen und besseren Eigenschaften, und das bei 2/3 des Preises der LEICA M3. Nikon weiss immernoch nicht, warum die Nikon SP nur ein zehntel des Verkaufsvolumens der LEICA M3 erreicht hat: Die SP fehlte schlichtweg die Genialität, genau gesagt hatte die Nikon SP mehr Sucher und Leuchtrahmen im Angebot, aber setzte voraus, dass man mit der SP zwei Sucher benutzte, für etwas, was die M3 mit einem einzigen Sucher besser konnte! Die Nikon SP kam des weiteren aus der Steinzeit, wenn man sich vor Augen hält, dass man stoppen und die Leuchtrahmen von Hand wechseln musste.

Es gibt keinen Vergleich zur LEICA M3, alles andere ist unterlegen. Leica hat sich nie selbst übertroffen, und niemand hat je Leica übertroffen.

Jede andere LEICA seit der M3 war bloss eine unterlegene Kostenreduktion, die jediglich an die Genialität der M3 anlehnt, im Versuch, weiterhin Kameras zu verkaufen.

Falls ich mir einmal erlauben darf, die LEICA M3 zu vergleichen:

Die LEICA M2 (1957 bis 1967), die "LEICA des kleinen Mannes", benutzte einen Sucher mit kleinerer Vergrösserung mit einem simpleren, billigeren und unterlegenen Messsuchersystem. Ihr fehlte auch die automatische Rückstellung des Bildzählwerks der M3, und hatte ein primitives, externes Einstellrad als Bildzähler, der für jede Rolle Film manuelles Rückstellen des Zählwerks nötig machte!

Die LEICA M1 (1959 bis 1964) entfernte den Messucher komplett, und war exklusiv für die Benutzung mit Mikroskopen und Spiegelreflex (VISOFLEX)- benutzung vorgesehen.

Die LEICA M4 (1967 bis 1975) war eine M3 mit angewinkeltem Rückspulknopf und hatte einen unterlegenen, verkleinernden Sucher, auch mit einem billigerem und simpleren Messsucher.

Die LEICA M5 (1971 bis 1975) war ein dicker, hässlicher Fehlschlag.

Die LEICA M4-2 (1978 bis 1980) und LEICA M4-P (1981 bis 1987) waren nochmals billiger hergestellt, mit verkleinernden Suchern und bördelnden Messcherfenstern. Die Produktion wurde auch noch ins Ausland verlagert, um noch mehr Geld zu sparen.

Die LEICA M6 (1984 bis 1998) und LEICA M6 TTL (1998 bis 2002) waren - man kann's mittlerweile Raten - billigere Kameras, mit Aussenteilen aus Zink, nicht Messing, und wurden irgendwo anders in Deutschland hergestellt, nicht in der Heiligen Stadt zu Wetzlar. Auch diese Kameras benutzen verkleinernde (0.72x)- Sucher, aber wenigstens gab es ein paar Versionen mit einem schwächer verkleinernden Sucher (0.85x), welcher die nächstbeste Lösung zum Sucher der M3 darstellt. Schlimmer noch, die LEICA M6 TTL hat einen Designmangel (zu hohe Kopfplatte), der sie mit Leicas bestem Objektiv - dem LEICA 50mm SUMMICRON mit Nahfokusoptik in der Naheinstellung inkompatibel macht.

Die LEICA M7 (2002-) hat ebenso einen zu klein abbildenden Sucher, und hat genauso einen Designfehler, dass die Nahfunktion des LEICA 50mm SUMMICRON mit Nahfokusoptik nicht anwendbar ist. Auch für die M7 gibt es den optionalen 0.85x- Sucher, den besten heutzutage erhältlichen (aber immernoch dem M3-Sucher unterlegen).

Die LEICA MP ist schon wieder ein Versuch, die M3 zu simulieren, aber nochmals, warum sollte man sich mit einem mittelmässigen Sucher begnügen, wenn man viel mehr Freude an einer echten M3 haben kann, und das mit einem viel besseren Sucher? Für die MP gibts einen 0.85x Sucher als Option, und, jepp: Auch dieser is schwächer als der M3-Sucher.

Die LEICA M9 hat fast gar nichts mehr mit der LEICA M3 gemeinsam, ausser dem gleichen Objektivbajonett, dem Messsucherlayout und ein paar Ähnlichkeiten im Aussehen. Die M9 ist sowas wie die schroffe Polaroid SX-70 gekreuzt mit einer M3 mit einem kaputten Sucher. Siehe auch Die LEICA M3 verglichen mit der LEICA M9.

Die LEICA M3 hat einen 0.91x finder, die Nikon D3X zum Beispiel hat nur einen 0.7x Sucher, und schwächere Nikon DSLRs haben sogar noch kleinere Sucher.

 

Empfehlungen         nach oben

Vorwort  Einführung  Daten  Leistung  im Vergleich  Empfehungen

Die Jubiläumsbriefmarke zum 60. Geburtstag von Englands Queen Elizabeth (17p und 34p, 1986 im Vereinten Königreich herausgebracht) zeigt sie mit ihrer eigenen LEICA M3, die sie seit 1958 benutzt. Dieses Foto zeigt sie an ihrem 50. Geburtstag, in 1976, mit Freude an ihrer damals 20 Jahre alten LEICA M3.

Die in den letzten 50 Jahren zu neueren LEICAs hinzugefügten Krimskramsfeatures sind eine schnellere Spule zur Filmaufnahme (adaptierbar für die M3 mit dem Kit Art.Nr. 14 260), TTL- Belichtungsmessung (der die Einfachheit und Feststellfunktion der LEICAMETER MR und LEICAMETER MR-4 fehlt), und die Möglichkeit, einen Leuchtrahmen für kostengünstigere 35mm-Objektive ohne die zusätzliche Sucheroptik Zeigen zu können. Das Problem mit einem 35mm-Leuchtrahmen in neueren LEICAs ist, dass der 35mm- Rahmen zu gross ist, um mit einem Blick sichtbar zu sein, und im Austausch mit diesem warscheinlich sichtbaren 35mm-Rahmen wird der gesamte Sucher auf 0.72x runtergestumpft, und das für alle Objektive, was 50mm, 90mm und 135mm - Objektive viel weniger nützlich macht.

Soll ich mal ein Geheimnis verragen? 35mm-Objektive mit der Sucheroptik für die M3 (die LEICA-Brille) funktionieren hervorragend an allen neueren LEICAs, und ich finde die kleineren Rahmen, die mit diesem Setup eingeblendet werden, sogar noch besser zur Komposition!

Viele neueren LEICAs schimpfen sich einen 28mm-Rahmen in Ihrem Sucher, allerdings ist dieser so gross, dass er fast unmöglich ist um vernünftig benutzt zu werden. Selbst wenn Sie den sehen können, sehen sie nichtmal alles auf einen Blick, müssen Ihr Auge umherbewegen und sich alles in Einzelteilen ansehen. So sieht man sich keine Komposition an!

Also, warum würde jemals jemand eine andere LEICA als eine M3 haben wollen? Ich habe keine Ahnung, und der Markt hat dieselbe Meinung: LEICA hat mehr M3s verkauft als irgendeine andere Kamera, selbst bei Platinminenpreisen.

Gut genug für königliche Familien, gut genug für National Geographic und gut genug für Miles Davis? Dann auch gut genug für mich, zumal eine M3 immernoch weniger kostet als eine Nikon D90!

 

Siehe auch

Messsucher vs. SLR-Kameras.

LEICA M3 Kaufanleitung, inkl. der verschiedenen Versionen.

LEICA M3 Gebrauchsanleitung.

Die LEICA M3 verglichen mit der LEICA M9.

 

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